Vegas und Wally
 

Murphy

Ethan v. Portos
unser Murphy

* 31.07.1996 + 26.08.2006

Diese Seite ist meinem ersten Dobermann gewidmet. Ethan von Portos, alias Murphy.

Er wurde am 31.07.1996 geboren. Mit dreieinhalb Monaten kam er dann zu uns. Er wurde bereits von seinem ersten Besitzer abgegeben, da er ihm wohl zu anstrengend war. Und so wurde er wieder an den Züchter zurückgegeben und wartete auf ein neues Frauchen bzw. Herrchen. Und so kam es wie es kommen musste und ich wurde dieses Frauchen. Dabei wollte ich damals überhaupt keinen braunen Dobermann haben. Durch eine Fügung hatte ich aber vergessen zu fragen ob der Welpe schwarz sei, und als ich dann mit meinem Mann beim Züchter ankam war es mir auch vollkommen egal, denn als ich Murphy das erste Mal sah, wusste ich das ist er und kein anderer. Er kam sofort auf mich zu gelaufen, als hätte er sagen wollen: Da bin ich und wir gehören zusammen! Dieses Gefühl blieb während seines ganzen Lebens erhalten und die Bindung zu ihm war immer sehr eng.

Die ersten Monate waren mit ihm nicht leicht. Er hat so „schöne“ Sachen angestellt, wie z. B. Steckdosen anknabbern, Zeitungen zerreisen, Teppichboden zerkratzen und sogar vor Möbeln hat er nicht Halt gemacht. Mit fast eineinhalb Jahren war diese Flegelzeit aber vorbei und ab dieser Zeit hatten wir keine Probleme mehr in unserem Haushalt mit seinen Flegeleien.

Da Murphy mein erster eigener Hund war und ich auch keine richtige Ahnung hatte wie bringt man einem Hund die Grundbegriffe des Gehorsams bei, ging ich auf einen Hundeplatz, um mir dies anzueignen. Dort hatte es mir so gut gefallen dass ich dort Vereinsmitglied wurde. Murphy war in der Hinsicht ein sehr guter Gebrauchs- und Sporthund. Der Hundeplatz war sein Leben und dort konnte er all dies machen was ihn am Herzen lag. Die Sparte Schutzdienst war sein Steckenpferd und dafür gab er alles. Nur leider hatte Murphy soviel Trieb, das er in meinen Händen in der ersten Zeit nicht die nötige Bremse erhielt, um ihn in die richtigen Schranken zu weisen. Ich war sehr unerfahren, und ich glaube auch die erste Zeit zu zart besaitet. Nachdem ich dann den Bogen raus hatte, war Murphy bereits kein führiger Hund mehr und meine Ausbildung mit ihm war immer mit einer gehörigen Portion „Kampf“ verbunden. Wir haben in den nächsten Jahren trotzdem die einzelnen Prüfungen abgelegt, von Begleithundprüfung, Ausdauerprüfung und SCH I – III. Wir sind sogar Vereinsmeister im Jahr 2000 geworden.

Als wir Murphy bekamen waren viele unserer Bekannten und Verwandten etwas von dieser Rasse voreingenommen. Dobermänner sind in ihren Augen Hunde, die mit Vorsicht zu genießen sind und wären gefährlich. Doch als sie Murphy kennen gelernt hatten waren so einige positiv überrascht von dieser Rasse. Kaum jemand hatte mehr die verschrobenen Ansichten und finden mittlerweile diese Hunde als liebenswürdig und verschmust. Murphy war ein ganz toller Familienhund und selbst zu Kindern, obwohl wir keine haben, ein
Beschützer und Aufpasser. Er war geduldig im Umgang mit ihnen und hat sich so manches gefallen lassen, wo man eigentlich annehmen würde da müsste etwas passieren.

Er war der reinste Kampfschmuser und lag oft stundenlang auf meinen Beinen, nur damit er betüddelt wurde.

Für mich war dieser Hund mein Ein und Alles. Er hat mich gelehrt diese Rasse zu lieben und ihnen Verantwortung entgegen zu bringen. Mein Mann und ich hatten sehr viele schöne Jahre mit ihm und missen möchte ich keines davon, auch nicht die schlechten Tage. Als er am 26. August 2006 völlig unerwartet verstarb, war dies für mich einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Mit ihm verloren wir nicht nur einen Hund, sondern einen Kameraden und Familienangehörigen sowie Freund und Tröster.

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